Team SPLIT Splitboard Tirol - Splitboard, Freeride, Snowboard Community
  • Team
  • Media
  • The Log
  • Quick Check
  • Events
  • Links
  • Friends
  • Reviews

Touren Blog

Die Spitzkehren-Serles

17/3/2015

1 Comment

 
Seriöse Freerider, die schon einmal von Innsbruck Richtung Brenner über die Europabrücke gefahren sind, haben sie sicher schon oft bewundert. Die zwei wunderschönen Rinnen, die sich in all ihrer nordseitigen Steilheit dem motivierten Auge präsentieren. Lange haben wir im Team SPLIT über die Befahrung einer dieser Rinnen gesprochen und am Samstag haben wir dieses Projekt bei strahlenden Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen dann auch in die Tat umgesetzt.
Bild
Viel wurde in den Freeride-Kreisen gemunkelt ob dies mit einem Abseilen möglich ist oder ob man die Rinnen auch von unten hinauf gehen soll. Unser Research erleuchtete uns mit dem Wissen, dass die aus Aufstiegsperspektive gesehene rechte Rinne über einen Aufstieg am Sommerweg zur Serles und einer kurzen Abseilstelle erreicht werden kann. Für die linke Rinne bleibt einem nur der Aufstieg mit dem Splitboard. Wir entschieden uns für die Linke.

Bild
Bild
Bild
Der Anfangspunkt dieser Tour war uns nicht ganz klar und ist auch nicht ganz leicht zu finden gewesen, deswegen hier kurz erklärt: Abgekürzt haben wir die Tour mit dem Lift zur Bergstation der Serlesbahnen. Von dort fuhren wir am Gasthof Koppeneck vorbei und einen kleinen Wanderweg entlang. Dieser wurde  einem Forstweg, der sich später gabelte. Hier wurden die Boards abgeschnallt, ca. 5 Minuten Richtung Maria-Waldrast aufgestiegen und dann bei einer lichten Stelle im Wald (hikers right) abgefahren. Am Ende dieses lichten Waldes kamen wir zu einem Wandersteig, den wir hinunterfuhren bis zu einem Marienbild.
Hier hieß es nun Auffellen und dann querfeldein durch den Wald zu einem der Latschenkanäle. Diese Kanäle wurden immer mehr zu einer natürlichen Half-Pipe und führten uns geradewegs „ins Echo“, der Schotterreise in der die beiden Rinnen münden. Die Schneedecke war leider nicht allzu mächtig, wodurch wir immer wieder Steine freilegten und die Angst vor „Sharks“ bei der Abfahrt später dann auch bestätigt wurde. Anfangs spurten wir in einer steilen, direkten Spur in Richtung Felswand, welche die Beiden Rinnen voneinander trennt. Als das Gelände aufsteilte ging es dann in unzähligen Spitzkehren die Rinne empor.

An diesem Tag war die Lawinenwarnstufe zwischen 1 und 2, aber der Lawinenlagebericht hatte genau das Gebiet, in dem wir uns befanden an diesem Tag als gefährlich eingestuft: „Vereinzelte Gefahrenstellen sind dabei v.a. noch im steilen Gelände der Exposition WNW über N bis ONO von der Waldgrenze bis etwa 2300m hinauf anzutreffen. Dort können insbesondere in den […] Nördlichen Ötztaler und Stubaier Alpen […] Schneebrettlawinen noch im Altschnee ausgelöst werden."
Bei den Spitzkehren stießen wir immer wieder auf Schwimmschneenester an den schneeärmeren Stellen, die sich gleich neben massiv gefüllten Triebschneemulden befanden. Das Ganze war uns in der durchwegs ca. 40 Grad steilen Rinne etwas ungeheuer, wodurch wir unsere Spur sehr überlegt anlegten und lieber einige Spitzkehren zu viel an den schneeärmeren Rücken legten.
Die Rinnen, die laut AV-Karte „im Echo“ genannt werden, wurden ihrem Namen gerecht. Wir hörten immer wieder laut hallende Felsstürze und hielten uns daher auch in gewisser Distanz von den Seitenwänden.  

Die linke Serlesrinne teilt sich in ihrem obersten Teil Y-förmig nochmals. Links gibt es eine Minischarte von der man auf der anderen Seite hinuntersehen kann. Wir beschlossen aufgrund der Schnee-Lawinen-Konstellation nicht weiter als bis zur Gabelung zu gehen. Um schnell wieder aus dem Gelände zu kommen und in der Sonne jausnen zu können, bauten wir dann auch gleich die Prior Splitboards um und fuhren zügig Richtung Tal. Der Schnee war in der Rinne noch richtig gut und so konnten wir eine feine Pulverabfahrt genießen. Im unteren Ende erwischten dann aber doch die meisten von uns den einen oder anderen Felsen, die tückisch unsichtbar unter der Schneedecke lauerten.
Bild
Dann ging es in sehr gemischten Schneearten die Wände auf- und abfahrend durch die Natur-Halfpipe bis wir wieder zu dem Marienschild kamen. Dort gab‘s dann endlich die wohlverdiente Jause und ein Lob für eine wenig begangene und sehr lohnende Steilrinne. Nach dem wir uns gestärkt hatten, fuhren wir den Wandersteig ab bis wir zum Gasthof Sonnenstein kamen. Die Hütte war bereits geöffnet und so genossen wir im Sonnenschein noch das obligatorische Weizen.
Um wieder zu der Talstation der Serlesbahnen zurückzukommen fuhren wir zuerst über den Mountainbiketrail, die dann zu der Rodelbahn führte.
Tour Facts
Ausgangsort: Bergstation Serlesbahnen, Mieders
Endort: Talstation Serlesbahnen, Mieders
Höhenmeter Aufstieg: 850m
Höhenmeter Abfahrt: 1492m
Distanz: 9km (Aufstieg: 3,8km)
1 Comment
Thomas Mayer link
5/1/2020 18:42:27

Das klingt nach einem schönen Abenteuer!
Meine Achtung vor Eurem Mut!

Reply



Leave a Reply.

    THE LOG

    Archives

    February 2020
    April 2018
    April 2017
    March 2017
    February 2017
    January 2017
    April 2016
    February 2016
    March 2015
    February 2015
    January 2015
    December 2014
    March 2014
    February 2014
    January 2014

    Categories

    All
    Becherhaus
    Bergeralm
    Bluebird
    Boi Taüll
    Brands
    Bremerhütte
    Climb
    Climb The Mountain
    Col De Riciogogn
    Couloir
    Ferwalltal
    Freeride
    Freeride World Tour Fwt
    Gaiskogel
    Gletscherspalten
    Granatenkogel
    Grat
    Gruabn
    Grünwaldalm
    Gschnitztal
    Hafelekar
    Hangover
    Helikopter
    Hochgurgl
    Hoher Burgstall
    Im Echo
    ISPO
    Kalkkögel
    Karrinne
    Kletterei
    Lawine
    Mieming
    Montafon
    Müllerhütte
    Nebel
    Nordkette
    Nordstau
    Northface
    Obergurgl
    Östlicher Feuerstein
    Osttirol
    Party
    Pfaffenjoch
    Pfaffennieder
    Pistenraupe
    Piz Buin
    POWPOW
    Pragser Dolomiten
    Prior
    Projectboarding
    Puig Falco
    Pustertal
    Pyrenäen
    Rinne
    Schlick
    Schlicker Mandl
    Schlicker Scharte
    Schlicker Seespitze
    Serles
    Silvretta
    Skitour
    Sonklarspitz
    Sonnenaufgang
    Sonnenstein
    SP
    Spanien
    Splitboard Race
    Splitboards Europe
    Steep
    Steinbock
    Sunrise
    Testival
    Tour
    Übeltalferner
    Übernachtung
    Voile
    Wankspitze
    Whiteout
    Wilder Freiger
    Wilder Pfaff

    RSS Feed